Spam sind unerwünschte, massenhaft versendete Nachrichten. Klassisch ist das die werbliche Mail, die ohne Zustimmung im Posteingang landet. Heute hat sich der Begriff erweitert auf SMS-Spam, Messenger-Spam, Kommentar-Spam in Blogs und Foren sowie auf manipulative Inhalte in sozialen Netzwerken.
Aus Sicht der Versender geht es um Reichweite und Konversion. Selbst minimale Erfolgsquoten lohnen sich, weil die Versandkosten praktisch null sind. Aus Sicht der Empfänger reicht der Schaden von Zeitverlust und überlaufenen Postfächern bis zu echten Risiken, sobald Spam mit Phishing oder Malware kombiniert wird (Malspam). Reputationsdatenbanken wie Spamhaus, ein gutes Mail-Gateway, SPF, DKIM und DMARC reduzieren das Volumen erheblich.
Auf der Versender-Seite gibt es klare rechtliche Vorgaben. Werbung per E-Mail an Privatpersonen ist in Österreich, Deutschland und der Schweiz nur mit ausdrücklicher Einwilligung zulässig, mit eng definierten Ausnahmen. Verstöße werden abgemahnt und können hohe Bußgelder nach sich ziehen. Eine saubere Double-Opt-In-Strategie und ehrliches Listenmanagement schützen sowohl rechtlich als auch reputationsmäßig.