Rund 250 Leute aus der Immobilienwirtschaft, ein lauer Augustabend in Kolariks Luftburg im Prater und eine Stimmung, wie man sie sich für ein Branchentreffen wünscht: offen, herzlich, gesprächig. Das FORE Sommerfest 2026 am 14. August war einer dieser Abende, an denen Netzwerken nicht nach Pflichttermin klingt. Wir haben selten in so kurzer Zeit so viele gute Gespräche geführt: über Projekte, über Märkte und ziemlich schnell auch über die digitalen Themen, die die Branche gerade beschäftigen.
Ein Abend, der Lust auf Branche macht
FORE steht für Future of Real Estate, ein Netzwerk der Immobilienwirtschaft im DACH-Raum: junge Branche trifft etablierte, mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit ausdrücklich im Programm. Was das Wiener Team daraus macht, verdient ein Kompliment: ein ehrenamtlich organisierter Abend, der runder lief als manche bezahlte Veranstaltung, und bei dem das Netzwerken mehr Raum bekam als die Bühne. Genau so soll das sein.
Der Ablauf, kurz erzählt: ab halb sechs Welcome Drinks, um halb sieben eine Begrüßung, dann Platten und Gespräche, für die Ausdauernden ab halb zwölf die Afterparty im THE POPP. Die Luftburg, nach eigenen Angaben das größte Bio-Restaurant der Welt, hat dem Fest einen würdigen Rahmen gegeben: volle Tische, gute Küche, und bis spät in die Nacht ist niemand freiwillig gegangen.
Ein herzliches Danke an Standortleiter David Beran und das ganze Wiener FORE-Team für Einladung und Organisation. Ebenso ein Danke an die Sponsoren IMMOunited, EHL Immobilien und TPA Steuerberatung, die den Abend möglich gemacht haben. Auf ein Wiedersehen 2027.
Die Themen, die die Branche beschäftigen: von groß bis klein
So gelöst die Stimmung war, so konkret wurden die Gespräche, sobald es um den Arbeitsalltag ging. Vom Konzern bis zum Drei-Personen-Büro kamen dieselben Themen auf den Tisch. Hier die Liste, von groß bis klein, wie wir sie auch aus unserer Projektarbeit mit Immobilienunternehmen kennen.
KI und Prozessautomatisierung. Das große Thema des Abends, und die Branche redet erfreulich konkret darüber. Exposé-Entwürfe, Dokumente auslesen, Anfragen vorsortieren: Das funktioniert heute verlässlich, wenn die Daten geordnet sind und der Ablauf auch ohne KI tragen würde. Genau in dieser Reihenfolge gehen wir KI-Automatisierungen an: erst die Daten, dann der Ablauf, dann das Modell.
Rechnungslauf mit Berechtigungskonzepten. Der Klassiker unter den Prozessen, weil ihn jeder Betrieb hat: Belege digital erfassen statt abtippen, Freigaben nach klaren Regeln, also wer bis zu welcher Höhe freigibt und wo das Vier-Augen-Prinzip greift. Werkzeuge wie Domonda bringen beides zusammen, vom Posteingang bis zur Übergabe an die Buchhaltung.
Datenräume mit automatisierten Prozessen. Bei Transaktionen entscheidet die Vorbereitung: Ein Datenraum regelt, wer Grundbuch, Pläne und Mietverträge wann sieht, und schreibt mit. Richtig aufgesetzt laufen Einladungen, Fristen und Protokolle automatisch, und die DSGVO ist bei Interessenten- und Eigentümerdaten von Anfang an mitgedacht.
Sicherheit und Passwortverwaltung. Je mehr Abläufe digital laufen, desto wertvoller werden die Zugänge und desto öfter kam am Abend die Frage, wo eigentlich die Passwörter liegen. Die unaufgeregte Antwort: in einem zentralen Passwort-Manager wie Keeper statt in Tabellen und Postfächern, mit klaren Zugriffsrechten pro Team.
Sichtbarkeit in der Suche und in KI-Antworten. Bevor irgendwer anruft, hat er gesucht: bei Google und immer öfter gleich im KI-Assistenten. Das kleine Maklerbüro und die Projektvermarktung eines Bauträgers stehen dabei vor derselben Aufgabe: dort vorkommen, wo gesucht wird. Wie man in KI-Antworten sichtbar wird, haben wir in einem eigenen Ratgeber aufgeschrieben.
Was wir mitnehmen
Eine Branche, die ihre Themen kennt und so offen darüber redet, ist die beste Ausgangslage für jedes Digitalprojekt. Die Größenordnungen unterscheiden sich, die Fragen kaum. Dass FORE die Digitalisierung neben der Nachhaltigkeit als Schwerpunkt führt, passt genau zu diesem Bild. Beim Sommerfest hat sich die Branche davon zu Recht einen Abend freigenommen.
Der nächste Schritt
Du willst wissen, wo dein Betrieb digital steht? Dann reden wir darüber. In einem Erstgespräch schauen wir uns Sichtbarkeit und Abläufe gemeinsam an, danach weißt du, welche Baustelle bei dir zuerst drankommt.