Eine Backdoor (Hintertür) ist ein verborgener Zugang zu einem System, der die vorgesehene Anmeldung umgeht. Sie entsteht auf zwei Wegen: Angreifer richten sie nach einem erfolgreichen Einbruch ein, um auch nach dem Schließen der ursprünglichen Lücke wiederzukommen, oder sie steckt von vornherein in der Software, etwa als vergessener Testzugang oder als fest eingebautes Standardpasswort.
Technisch reicht die Bandbreite von einem zusätzlich angelegten Administratorkonto über einen versteckten Dienst, der auf Befehle wartet, bis zu manipulierter Firmware in Netzwerkgeräten. Besonders schwer zu entdecken sind Hintertüren in Bibliotheken und Aktualisierungen, weil sie über den regulären Vertriebsweg auf viele Systeme gelangen; solche Angriffe auf die Lieferkette gehören zu den folgenreichsten der letzten Jahre.
Für den Betrieb heißt das zweierlei: Nach einem Sicherheitsvorfall reicht das Entfernen der gefundenen Schadsoftware nicht, weil hinterlassene Zugänge bestehen bleiben, und bei der Inbetriebnahme von Geräten gehören Standardzugänge geändert oder deaktiviert. Auch politisch geforderte Hintertüren zur Ermöglichung staatlichen Zugriffs sind aus Sicherheitssicht heikel, denn ein Zugang, der für eine Stelle offen ist, lässt sich grundsätzlich auch von anderen finden.