Ein Trojaner ist Schadsoftware, die sich als nützliches oder harmloses Programm ausgibt und ihre eigentliche Funktion erst nach dem Start entfaltet. Der Name spielt auf das hölzerne Pferd der Ilias an und beschreibt genau den Mechanismus, denn im Unterschied zum Virus verbreitet sich ein Trojaner nicht selbst, sondern wird vom Nutzer freiwillig installiert.
Verbreitet wird er über E-Mail-Anhänge, gefälschte Update-Meldungen, Downloads aus unseriösen Quellen, manipulierte Werbebanner und Apps aus Drittquellen. Nach der Installation reicht das Spektrum von der Fernsteuerung des Geräts über das Nachladen weiterer Schädlinge bis zum Abgreifen von Bankdaten oder Tastatureingaben; Banking-Trojaner blenden dafür täuschend echte Eingabemasken über die reguläre Anwendung.
Schutz beginnt bei der Bezugsquelle, also Software nur vom Hersteller oder aus den offiziellen App-Verzeichnissen, und wird durch eingeschränkte Benutzerrechte wirksam ergänzt, weil vieles ohne Administratorrechte nicht durchführbar ist. Im Unternehmen zahlt sich zusätzlich eine Freigabeliste erlaubter Programme aus, die die Ausführung unbekannter Software von vornherein unterbindet.