Ein Webinterface ist die Bedienoberfläche einer Software, die im Browser geladen wird. Statt ein Programm lokal zu installieren, ruft der Nutzer eine Webadresse auf, meldet sich an und arbeitet dort mit der Anwendung. Bekannte Beispiele sind Google Workspace, Notion, GitLab, Salesforce oder die Admin-Konsole eines Hostings.
Technisch besteht ein Webinterface aus HTML, CSS und JavaScript, oft auf Basis moderner Frameworks wie React, Vue oder Svelte. Die Daten kommen über APIs vom Backend. Single-Page-Apps wirken wie installierte Programme, weil sie nach dem ersten Laden Übergänge ohne neuen Seitenaufruf abbilden. Über Service Worker und Web-Push lassen sich auch Offline-Funktionen oder Benachrichtigungen ergänzen.
Webinterfaces haben native Anwendungen in vielen Bereichen verdrängt, weil sie sofort verfügbar, plattformunabhängig und zentral aktualisierbar sind. Wer eines baut, sollte allerdings die typischen Schwächen kennen: längere initiale Ladezeiten, Abhängigkeit von Browser-APIs, je nach Gerät unterschiedliche Performance. Eine saubere Architektur trennt Frontend und Backend strikt und nutzt Caching, Code-Splitting und Edge-Bereitstellung.