Die Zustellrate, im Englischen Delivery Rate, misst, welcher Anteil der versendeten Mails von den Empfänger-Servern tatsächlich angenommen wurde. Berechnet wird sie als (zugestellte Mails geteilt durch versendete Mails) multipliziert mit 100. Hard und Soft Bounces zählen nicht als zugestellt.
Eine Zustellrate über 98 Prozent gilt als gesund. Werte darunter sind ein Warnsignal für Listenqualität, Reputation oder technische Konfiguration. Unterscheiden muss man dabei „angenommen" von „in den Posteingang gelegt". Eine Mail kann formal zugestellt sein und trotzdem im Spam-Ordner landen. Deshalb wird die Zustellrate oft mit der Inbox-Placement-Rate ergänzt, die das aktive Posteingangs-Erreichen misst.
Wichtige Hebel sind Authentifizierung (SPF, DKIM, DMARC), Reputation der Versand-IP und Domain, Listenpflege und konsistenter Versandrhythmus. Plötzliche Volumensprünge, etwa bei Reaktivierungs-Kampagnen auf alten Listen, werden von Mail-Anbietern erkannt und bestraft. Eine schrittweise Aufwärmung, klare Bounce-Behandlung und transparente Prozesse halten die Zustellrate stabil.