Die Hard-Bounce-Rate misst den Anteil der E-Mails, die dauerhaft nicht zugestellt werden konnten. Typische Ursachen sind nicht existierende Adressen, falsch geschriebene Domains, geschlossene Postfächer oder dauerhaft abgelehnte Empfänger. Anders als ein Soft Bounce ist ein Hard Bounce nicht temporär, eine erneute Zustellung wird scheitern.
Berechnet wird die Rate als Anzahl der Hard Bounces geteilt durch Anzahl der versendeten E-Mails, multipliziert mit 100. Gesunde Werte liegen unter 0,5 Prozent. Steigt die Rate über zwei Prozent, drohen Reputationsprobleme bei Mail-Anbietern und in Reputationsdatenbanken wie Spamhaus oder Sender Score. Im schlimmsten Fall werden ganze IP-Adressen oder Domains für den Mail-Versand gesperrt.
Schutz beginnt bei der Listenpflege. Konsequentes Double-Opt-in vermeidet Tippfehler. Bounces sollten automatisch entfernt oder zumindest stillgelegt werden, statt weiter angeschrieben zu werden. Externe Listenprüfungs-Dienste können große bestehende Listen vor einer Migration validieren. Wer Verteiler über Jahre nicht pflegt, sammelt erfahrungsgemäß überraschend viele tote Adressen an.