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SEO & GEO12 Min Lesezeit

Branchenverzeichnisse in Österreich: Diese Einträge lohnen sich für Unternehmen

Wer in Google, Apple Karten und KI-Antworten gefunden werden will, braucht keine fünfzig Verzeichniseinträge, sondern eine Handvoll gepflegter. Die Basis bilden vier kostenlose Einträge: Google Unternehmensprofil, Bing Places, Apple Business und das Firmen A-Z der Wirtschaftskammer. Dieser Ratgeber zeigt, welche Branchenverzeichnisse in Österreich darüber hinaus relevant sind, in welcher Reihenfolge sich Einträge lohnen und warum einheitliche Unternehmensdaten mehr bewirken als jeder einzelne Eintrag.

Das Wichtigste in Kürze
  • 01Wenige gepflegte Einträge wirken mehr als viele verwaiste: Die Basis für Unternehmen in Österreich sind Google Unternehmensprofil, Bing Places, Apple Business und das WKO Firmen A-Z.
  • 02Einheitliche Unternehmensdaten (Name, Adresse, Telefonnummer) über alle Verzeichnisse hinweg sind das wichtigste Qualitätssignal für Suchmaschinen und KI-Systeme.
  • 03KI-Systeme wie ChatGPT, Copilot und Googles KI-Übersichten beziehen Firmendaten aus Suchindizes, Verzeichnissen und Bewertungen: Konsistente Einträge erhöhen die Chance, dort genannt zu werden.
  • 04Die Basiseinträge aller wichtigen Verzeichnisse sind kostenlos; bezahlte Upgrades sind selten notwendig.
  • 05Vorsicht bei rechnungsähnlichen Eintragungsofferten per Post: Seriöse Verzeichnisse stellen für den Basiseintrag keine Rechnung.

Warum Verzeichniseinträge für SEO und GEO zählen

Verzeichniseinträge machen Unternehmen in der lokalen Google-Suche sichtbar und liefern KI-Systemen zugleich überprüfbare Daten für deren Antworten. Ersteres ist klassische Suchmaschinenoptimierung, Letzteres GEO (Generative Engine Optimization): Sichtbarkeit in KI-Antworten.

Ein Verzeichniseintrag ist im Fachjargon eine Citation: eine Erwähnung der zentralen Unternehmensdaten Name, Adresse und Telefonnummer (kurz NAP) auf einer fremden Website. Suchmaschinen und KI-Systeme gleichen diese Angaben quellenübergreifend ab. Stimmen sie überall überein, gilt das Unternehmen als eindeutig identifizierbar und vertrauenswürdig.

Google ordnet lokale Ergebnisse laut eigener Dokumentation nach drei Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Verzeichniseinträge zahlen auf die Bekanntheit ein und bestätigen die Stammdaten. Als Linkquelle sind sie dagegen kaum noch wirksam. Wie die drei Faktoren zusammenspielen, vertieft der Ratgeber Lokales SEO; warum die pauschale Absage an Verzeichnisse trotzdem zu kurz greift, ordnet unser Beitrag Branchenverzeichnisse sind nicht tot, nur missverstanden ein.

Viele Anleitungen zum Thema stammen aus den USA und behandeln dortige Datenaggregatoren als Pflichtprogramm; für den österreichischen Markt spielt dieses System kaum eine Rolle. Hier zählen die direkten Einträge bei Google, Microsoft, Apple und den österreichischen Verzeichnissen.

Die Basis: vier Einträge, die jedes Unternehmen in Österreich braucht

Vier kostenlose Einträge decken die Plattformen ab, über die lokale Suche und KI-Antworten in Österreich im Wesentlichen laufen.

Google Unternehmensprofil. Der zentrale Eintrag: Er steuert, wie ein Unternehmen in der Google-Suche, auf Google Maps und in Googles KI-Übersichten erscheint. Nach der Verifizierung (per Video, Telefon oder Post) zählt Vollständigkeit: passende Hauptkategorie, Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, Leistungen, aktuelle Fotos. Bewertungen dort sind für die lokale Sichtbarkeit mitentscheidend; sie zu beantworten gehört zur Pflege. Die vollständige Anleitung dazu: Google Unternehmensprofil optimieren.

Bing Places. Microsoft hat das Portal im Oktober 2025 neu aufgesetzt (bing.com/forbusiness) und enger an den KI-Assistenten Copilot angebunden. Da auch die ChatGPT-Suche unter anderem auf den Bing-Index zugreift, wirkt ein gepflegter Eintrag doppelt: in der Suche und in KI-Antworten. Bestehende Google-Daten lassen sich beim Anlegen importieren.

Apple Business (vormals Apple Business Connect). Seit April 2026 laufen die Einträge für Apple Karten über die Plattform Apple Business; bestehende Business-Connect-Daten wurden automatisch übernommen. Der Eintrag bestimmt, was iPhone-Nutzer in Apple Karten und über Siri sehen; relevant vor allem für Betriebe mit Laufkundschaft.

WKO Firmen A-Z. Durch die Pflichtmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer ist jedes österreichische Unternehmen im Firmen A-Z auf wko.at bereits angelegt. Der Eintrag lässt sich über den WKO-Zugang um Leistungsbeschreibung, Website und Kontaktdaten ergänzen. Als offizielles Verzeichnis genießt das Firmen A-Z bei Suchmaschinen und KI-Systemen besonderes Vertrauen. Ein leerer oder veralteter Eintrag verschenkt genau dieses Signal.

Welche österreichischen Branchenverzeichnisse sind sonst relevant?

Nach der Basis genügen in Österreich zwei bis drei weitere Portale. Reihenfolge nach Reichweite und Pflegeaufwand:

herold.at. Das traditionsreiche Branchenverzeichnis, aus dem auch das österreichische Telefonbuch und die Gelben Seiten hervorgingen, bezeichnet sich nach eigenen Angaben als größtes Firmenverzeichnis des Landes. Der kostenlose Firmeneintrag mit Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Fotos genügt für die meisten Betriebe; bezahlte Pakete bündeln Datenpflege und Werbeleistungen. Wichtig für Österreich: Die Gelben Seiten laufen hier über herold.at. Ein zusätzlicher Eintrag bei ähnlich klingenden Portalen bringt nichts.

DasSchnelle.at. Online-Telefon- und Branchenbuch des Anbieters Heise RegioConcept mit Firmen-, Personen- und Branchensuche, kostenlosem Grundeintrag und kostenpflichtigen Werbeformen. Sinnvoll vor allem für Betriebe mit regionalem Einzugsgebiet.

FirmenABC.at. Firmenportal mit ausführlicheren Unternehmensporträts. Wie Cylex und ähnliche Portale übernimmt es Stammdaten teils automatisch aus öffentlichen Quellen. Hier gilt: vorhandene Einträge prüfen und korrigieren, statt neue Dubletten anzulegen.

Kleinere Portale wie susi.at, stadtbranche.at, branchenblatt.at, hotfrog.at oder Unternehmen24 bieten kostenlose Basiseinträge, ihre Wirkung ist gering. Das Kriterium lautet nicht „Wie viele sind möglich?“, sondern „Welche werden gepflegt?“. Zehn vergessene Einträge halten alte Telefonnummern in Umlauf und schaden damit mehr, als sie nutzen.

Amtliche Register: kein Eintrag nötig, aber die Datenbasis

Neben Verzeichnissen, in die Unternehmen sich selbst eintragen, gibt es Register, in denen sie ohnehin stehen. Sie sind kein Marketingkanal, aber der Maßstab, an dem sich alle anderen Einträge orientieren sollten.

Im GISA (Gewerbeinformationssystem Austria), dem bundesweiten Gewerberegister nach § 365 GewO 1994, entsteht der Eintrag mit der Gewerbeanmeldung; die öffentliche Abfrage auf gisa.gv.at ist kostenlos. Das Firmenbuch und darauf aufbauende Wirtschaftsdatenbanken wie der WirtschaftsCompass speisen wiederum viele automatisch angelegte Portaleinträge. Wer Firmenwortlaut oder Standort ändert und die Änderung nur auf der Website nachzieht, produziert genau die Widersprüche, die Suchmaschinen und KI-Systeme später gegeneinander abwägen.

Verzeichnis / Plattform
Google Unternehmensprofil
Rolle für die Sichtbarkeit
Google-Suche, Google Maps, KI-Übersichten
Basiseintrag
kostenlos
Priorität
sehr hoch
Verzeichnis / Plattform
Bing Places
Rolle für die Sichtbarkeit
Bing-Suche, Microsoft Copilot, ChatGPT-Suche
Basiseintrag
kostenlos
Priorität
hoch
Verzeichnis / Plattform
Apple Business
Rolle für die Sichtbarkeit
Apple Karten, Siri
Basiseintrag
kostenlos
Priorität
hoch bei Laufkundschaft
Verzeichnis / Plattform
WKO Firmen A-Z
Rolle für die Sichtbarkeit
offizielles Verzeichnis, starkes Vertrauenssignal
Basiseintrag
in der Mitgliedschaft enthalten
Priorität
hoch
Verzeichnis / Plattform
herold.at
Rolle für die Sichtbarkeit
reichweitenstarkes österreichisches Branchenverzeichnis
Basiseintrag
kostenlos
Priorität
mittel bis hoch
Verzeichnis / Plattform
DasSchnelle.at
Rolle für die Sichtbarkeit
österreichisches Telefon- und Branchenbuch, regionale Suche
Basiseintrag
kostenlos
Priorität
mittel
Verzeichnis / Plattform
FirmenABC.at, Cylex und ähnliche
Rolle für die Sichtbarkeit
ergänzende Firmenportale, oft automatisch angelegt
Basiseintrag
meist kostenlos
Priorität
mittel: prüfen und korrigieren
Verzeichnis / Plattform
GISA, Firmenbuch, WirtschaftsCompass
Rolle für die Sichtbarkeit
amtliche und registerbasierte Datenquellen
Basiseintrag
kein Eintrag möglich
Priorität
Datenabgleich statt Eintrag
Verzeichnis / Plattform
Branchenplattformen (etwa DocFinder, Tripadvisor)
Rolle für die Sichtbarkeit
Vergleich und Bewertung innerhalb der Branche
Basiseintrag
teils kostenlos
Priorität
branchenabhängig hoch
Verzeichnis / Plattform
Facebook, Instagram, LinkedIn
Rolle für die Sichtbarkeit
Profile mit Standort- und Kontaktdaten
Basiseintrag
kostenlos
Priorität
zielgruppenabhängig
Verzeichnis / Plattform
OpenStreetMap
Rolle für die Sichtbarkeit
Datenbasis vieler Karten-Apps und Dienste
Basiseintrag
kostenlos
Priorität
mittel
Verzeichnis / Plattform
Kleinportale (susi.at, stadtbranche.at, hotfrog.at)
Rolle für die Sichtbarkeit
ergänzende Listings ohne nennenswerte Reichweite
Basiseintrag
kostenlos
Priorität
niedrig

Branchenplattformen: dort eintragen, wo die Zielgruppe vergleicht

Pro Branche zählt meist eine Handvoll Plattformen, auf denen Kundschaft tatsächlich auswählt. Ein Eintrag dort wiegt mehr als zehn generische.

  • Ordinationen und Gesundheitsberufe: DocFinder ist in Österreich die etablierte Arztsuch- und Bewertungsplattform, dazu der Eintrag in der offiziellen Arztsuche der Ärztekammer.
  • Kanzleien: Das Anwaltsverzeichnis des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages (rechtsanwaelte.at) ist die offizielle Quelle; Kammerverzeichnisse sind als vollständige, verlässliche Register auch für Such- und KI-Systeme eine Referenz.
  • Gastronomie und Tourismus: Tripadvisor und Google-Bewertungen prägen die Auswahl; für Beherbergungsbetriebe kommen Buchungsplattformen wie Booking.com dazu, deren Daten auch in KI-Antworten auftauchen. Yelp ist in Österreich unter yelp.at aktiv, mit Schwerpunkt Gastronomie und Nachtleben, gegenüber Google aber nachrangig.
  • Handwerk und Bau: Vermittlungs- und Vergleichsplattformen für Handwerksleistungen sowie Branchenportale der Baubranche. Vor dem Eintrag prüfen, ob dort Aufträge vermittelt oder nur Leads verkauft werden.
  • Immobilien: willhaben und ImmoScout24 sind in Österreich die Plattformen, auf denen gesucht wird; das Maklerprofil dort ist faktisch ein Verzeichniseintrag.
  • Veranstalter und Locations: Eventportale mit Kalenderfunktion, ergänzend zu Google-Beiträgen.
  • B2B-Dienstleister: Eine gepflegte LinkedIn-Unternehmensseite mit korrekten Stammdaten.
  • Arbeitgebermarke: Das kununu-Profil erscheint bei Suchen nach dem Firmennamen regelmäßig mit; Bewertungen dort beobachten und beantworten. XING gehört wie kununu zur New Work SE und ist heute vor allem Jobs- und Employer-Branding-Netzwerk, für lokale Sichtbarkeit dagegen kaum relevant.
  • Bewertungssammler: Plattformen wie ProvenExpert bündeln Bewertungen aus mehreren Quellen. Sie lohnen nur, wenn tatsächlich laufend Bewertungen eingeholt werden, sonst bleibt ein leeres Profil zurück.

Auch OpenStreetMap zählt: Das freie Kartenprojekt liefert die Datenbasis vieler Apps und Navigationsdienste; fehlende oder falsche Einträge lassen sich dort direkt korrigieren.

Wie finden KI-Systeme wie ChatGPT Unternehmensdaten?

KI-Systeme erfinden ihre Empfehlungen nicht, sie setzen sie aus verfügbaren Quellen zusammen: aus den Suchindizes von Google und Microsoft, aus Verzeichnissen, Bewertungen und der Unternehmenswebsite. Googles KI-Übersichten und Gemini stützen sich auf den Google-Index samt Unternehmensprofilen, Microsoft Copilot auf den Bing-Index (wie unter anderem auch die ChatGPT-Suche); Perplexity nutzt einen eigenen Crawler samt weiteren Quellen. Gemeinsam ist allen der Abgleich über mehrere Quellen: Widersprüchliche Adressen oder Telefonnummern senken die Wahrscheinlichkeit, als verlässliche Antwort ausgewählt zu werden. Mehr zum Prinzip: Überblick zu GEO.

Konkret: Fragt jemand ChatGPT nach einer Steuerberatungskanzlei in Linz, zieht das System Kandidaten aus dem Suchindex, prüft Websites, Einträge und Bewertungen und formuliert daraus wenige Empfehlungen. Eine Kanzlei mit vollständigen, konsistenten Einträgen und beantworteten Bewertungen liefert genau das Material für solche Empfehlungen — wie diese Auswahl im Detail abläuft, zeigt der Ratgeber Von ChatGPT empfohlen werden.

Drei Dinge ergänzen die Verzeichnisse. Erstens die eigene Website mit strukturierten Daten: Ein Schema.org-Markup vom Typ LocalBusiness macht Name, Adresse und Öffnungszeiten maschinenlesbar; das Attribut sameAs verknüpft die Website mit den Profilen bei Google, Bing und Co. Zweitens das Impressum: Seine Angaben müssen mit den Verzeichniseinträgen übereinstimmen, denn auch sie werden abgeglichen. Drittens Bewertungen: KI-Systeme fassen deren Inhalt zusammen, wiederkehrende Aussagen tauchen sinngemäß in Antworten auf. Umso wichtiger, dass sie echt sind: Gekaufte oder gefälschte Bewertungen sind in Österreich als unlautere Geschäftspraktik unzulässig (UWG) und verstoßen gegen die Plattformrichtlinien; Belohnungen für Bewertungen untersagt etwa auch Google.

In fünf Schritten zu konsistenten Einträgen

Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo: erst aufräumen, dann eintragen, dann pflegen.

  1. 01Bestandsaufnahme. Nach Firmenname, Telefonnummer und auch früherer Adresse suchen, in Google wie in Bing. Alle Fundstellen mit Zustand in einer Liste erfassen, Duplikate markieren.
  2. 02Referenzdatensatz festlegen. Eine verbindliche Schreibweise für Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail und Website definieren, ergänzt um Kurzbeschreibung, Kategorien, Logo und Fotos. Dieses Dokument ist ab jetzt die einzige Quelle für alle Einträge.
  3. 03Basis einrichten. Google Unternehmensprofil verifizieren und vervollständigen, Bing Places anlegen, Apple Business einrichten, WKO Firmen A-Z ergänzen.
  4. 04Branchen- und Zusatzverzeichnisse belegen. herold.at und die relevanten Branchenplattformen mit dem Referenzdatensatz befüllen; fehlerhafte Fremdeinträge korrigieren oder löschen lassen.
  5. 05Pflege verankern. Eine zuständige Person und einen Quartalstermin festlegen: Öffnungszeiten samt Feiertagen aktualisieren, neue Bewertungen beantworten. Bei Umzug oder neuer Telefonnummer alle Einträge aus der Liste von Schritt 1 ändern.

Was kosten Einträge und Pflege?

Die Basiseinträge aller genannten Plattformen sind kostenlos; die eigentliche Investition ist Arbeitszeit. Ein Richtwert aus der Projektpraxis: Ersteinrichtung und Bereinigung dauern für einen Standort etwa ein bis zwei Arbeitstage, verteilt über mehrere Wochen, weil Verifizierungen Zeit brauchen. Die laufende Pflege kostet danach wenige Stunden pro Quartal. Wie sich SEO-Budgets insgesamt zusammensetzen, zeigt der Kosten-Ratgeber.

Kostenpflichtige Verzeichnis-Upgrades sind selten der erste sinnvolle Schritt. Das Entscheidungskriterium: Lässt sich nachvollziehen, wie viele Anfragen tatsächlich über die Plattform kommen (eigene Rufnummer, Link-Parameter, Nachfrage bei Neukunden)? Ohne diesen Nachweis bleibt ein bezahlter Eintrag ein Blindflug.

Ab mehreren Standorten ändert sich die Rechnung: Listing-Tools wie Uberall oder Yext bieten laut Anbietern die zentrale Pflege aller Einträge; für einen einzelnen Standort meist überdimensioniert, ab einer Handvoll Filialen eine Prüfung wert.

Typische Fehler bei Verzeichniseinträgen

Uneinheitliche Daten und Duplikate. Drei Schreibweisen des Firmennamens, die alte Adresse nach dem Umzug, zwei Google-Profile für einen Standort: Jede Abweichung schwächt das Vertrauenssignal. Der Weg heraus führt über Bestandsaufnahme und Referenzdatensatz; Duplikate bei den Plattformen melden und zusammenführen lassen.

Masse statt Pflege. Einträge in Dutzenden Gratisverzeichnissen bringen keinen messbaren Vorteil, erzeugen aber Pflegeaufwand und veraltete Daten. Besser: die Basis plus die branchenrelevanten Plattformen, dafür vollständig und aktuell.

Eintragen und vergessen. Ein Klassiker aus der Praxis sind veraltete Öffnungszeiten: Wer am Feiertag vor verschlossener Tür steht, schreibt selten eine freundliche Bewertung. Feiertags- und Urlaubszeiten deshalb vorab in die Profile eintragen.

Bewertungen kaufen oder inszenieren. Gefälschte oder bezahlte positive Bewertungen sind wettbewerbsrechtlich unzulässig und können auf den Plattformen zur Löschung bis hin zur Profilsperre führen. Der seriöse Weg: zufriedene Kundschaft aktiv, aber ohne Gegenleistung um eine Bewertung bitten.

Checkliste: Verzeichniseinträge für Unternehmen in Österreich

  • Referenzdatensatz erstellt (Name, Adresse, Telefon, E-Mail, Website, Kategorien, Beschreibung, Logo, Fotos)
  • Bestandsaufnahme aller vorhandenen Einträge erledigt, Duplikate gemeldet
  • Google Unternehmensprofil verifiziert und vollständig befüllt
  • Bing Places und Apple Business eingerichtet
  • WKO Firmen A-Z geprüft und ergänzt
  • herold.at und branchenrelevante Plattformen belegt
  • Schema.org-Markup (LocalBusiness) mit sameAs-Verweisen auf der Website eingebaut
  • Impressum und Verzeichnisdaten abgeglichen
  • Zuständigkeit und Quartalstermin für die Pflege fixiert

Häufige Fragen zu Branchenverzeichnissen in Österreich

Stand: August 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall, etwa zu Wettbewerbs- oder Datenschutzfragen.

Nächster Schritt

Der nächste Schritt

Der GEO-Check von AngelStone zeigt, wie ein Unternehmen aktuell in Google und in KI-Antworten erscheint, welche Einträge fehlen und wo sich Daten widersprechen. Ergebnis ist eine priorisierte Liste der nächsten Schritte.