Ein Captcha ist ein Test auf einer Website, der Menschen von automatisierten Programmen unterscheiden soll. Die Abkürzung steht für einen vollautomatischen Test, den ein Mensch bestehen soll und ein Computer nicht; historisch waren das verzerrte Buchstabenfolgen, später Bilderrätsel mit Ampeln und Zebrastreifen. Eingesetzt wird er gegen automatisierte Registrierungen, Spam in Formularen und Kommentaren sowie gegen das massenhafte Durchprobieren von Zugangsdaten.
Die klassische Form verliert an Wirkung, weil Bilderkennung solche Aufgaben inzwischen zuverlässiger löst als Menschen; verbreitet sind deshalb unsichtbare Verfahren, die Verhalten wie Mausbewegungen und Tippmuster auswerten, sowie Bestätigungen über den Browser. Barrierefreiheitsseitig sind Captchas ein Dauerproblem, denn Bild- und Tonrätsel schließen Nutzer mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung aus; verlangt ist deshalb mindestens eine alternative Lösung.
Datenschutzrechtlich ist zu bedenken, dass verbreitete Dienste Nutzungsdaten an Anbieter außerhalb der EU übertragen, weshalb der Einsatz in die Datenschutzerklärung gehört und je nach Ausgestaltung eine Rechtsgrundlage braucht. Für einfache Kontaktformulare reichen oft unauffälligere Mittel wie ein verstecktes Zusatzfeld, das nur Programme ausfüllen.