Community-Support beschreibt Hilfe, die nicht von einem klassischen Support-Team eines Herstellers kommt, sondern von einer offenen Community engagierter Nutzer und Entwickler. Typische Kanäle sind Forenseiten, GitHub-Diskussionen und -Issues, Stack Overflow, Discord-Server, Reddit oder die Mailinglisten klassischer Open-Source-Projekte.
Stärke und Schwäche liegen in derselben Wurzel. Eine aktive Community kann auf seltene Fragen schnell und mit echter Erfahrung antworten. Gleichzeitig gibt es keine Service-Level-Vereinbarung, keine garantierte Reaktionszeit und keine Verantwortung für Korrektheit der Antworten. Wer auf Community-Support setzt, profitiert besonders von einem freundlichen, sachlichen Auftreten und gut formulierten Fragen mit reproduzierbarem Beispiel.
Für Unternehmen lohnt sich oft eine Mischform. Open-Source-Komponenten lassen sich kostenlos einsetzen, mit Community-Support als erste Anlaufstelle. Für unternehmenskritische Bereiche werden zusätzliche kommerzielle Support-Verträge abgeschlossen, etwa bei Postgres, Linux-Distributionen oder Kubernetes. So bleibt Flexibilität erhalten, ohne dass im Ernstfall niemand zuständig ist.