Cyber Hygiene bezeichnet die Summe der einfachen, regelmäßig wiederholten Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen sein Grundschutzniveau hält. Das Bild vom Händewaschen trifft die Idee: Keine dieser Maßnahmen ist aufwendig oder neu, ihre Wirkung entsteht durch Regelmäßigkeit.
Dazu zählen zeitnahe Updates, ein Passwort-Manager mit eindeutigen Kennwörtern, Zwei-Faktor-Authentifizierung, getestete Sicherungen, das Entfernen nicht mehr benötigter Konten und Software, minimale Berechtigungen und wiederkehrende Schulung der Mitarbeiter. Der Reiz des Konzepts liegt im Verhältnis von Aufwand und Wirkung, denn die überwiegende Mehrheit erfolgreicher Angriffe nutzt bekannte Schwachstellen, schwache oder wiederverwendete Passwörter und fehlende Zweitfaktoren, nicht kunstvolle Neuentwicklungen.
Für kleinere Unternehmen ist das die entscheidende Botschaft: Bevor in spezialisierte Erkennungssysteme investiert wird, bringt die konsequente Erledigung der Grundlagen deutlich mehr Sicherheit pro eingesetztem Euro. Festgehalten wird das sinnvollerweise in einer knappen Checkliste mit Zuständigkeit und Turnus, weil Aufgaben ohne Namen und Termin im Alltag untergehen.