Cursor ist eine KI-gestützte Entwicklungsumgebung des US-Unternehmens Anysphere und steht beispielhaft für die Verlagerung des Programmierens hin zur Zusammenarbeit mit einem Modell. Anders als eine reine Codevervollständigung erfasst das Werkzeug den Zusammenhang eines gesamten Projekts und kann Änderungen über mehrere Dateien hinweg vorschlagen, erklären und auf Anweisung ausführen. Technisch handelt es sich um eine Abwandlung des verbreiteten Editors Visual Studio Code, in die Modelle verschiedener Anbieter eingebunden sind.
Vergleichbare Ansätze finden sich in GitHub Copilot, in Claude Code sowie in weiteren Werkzeugen; für die Arbeitsweise, bei der Code weitgehend über Anweisungen in natürlicher Sprache entsteht, hat sich die Bezeichnung Vibe Coding eingebürgert. Der Produktivitätsgewinn ist in Routinearbeiten deutlich, verschiebt aber den Schwerpunkt der Arbeit vom Schreiben zum Prüfen, weil erzeugter Code plausibel aussehen und dennoch fehlerhaft oder unsicher sein kann.
Für Unternehmen kommen zwei Fragen hinzu: ob eigener Quelltext an einen externen Dienst übertragen wird und ob eingebundene Vorschläge lizenzrechtlich unbedenklich sind.