Das Darknet ist ein Teil des Internets, der nicht über reguläre Browser und Suchmaschinen erreichbar ist, sondern nur über spezielle Software wie Tor (The Onion Router) oder I2P. In diesen Netzwerken werden Anfragen über mehrere zufällige Zwischenstationen geleitet, sodass Herkunft und Ziel deutlich schwerer nachvollziehbar sind als im klassischen Internet.
Im öffentlichen Diskurs steht das Darknet oft als Synonym für illegale Marktplätze. Tatsächlich gibt es dort viele kriminelle Angebote. Gleichzeitig ist es aber auch ein Zufluchtsort für Whistleblower, Journalisten in autoritären Regimen, Dissidenten und Menschen, die ihre Privatsphäre über das gewohnte Maß hinaus schützen wollen. Auch große Medien wie The New York Times oder die BBC betreiben Darknet-Versionen ihrer Websites.
Für Unternehmen ist das Darknet vor allem aus zwei Gründen relevant. Erstens werden geleakte Zugangsdaten und gestohlene Datensätze dort gehandelt, was eine ständige Überwachung lohnenswert macht (Dark Web Monitoring). Zweitens gehört es zu einer fundierten Sicherheitsanalyse, zu wissen, ob die eigene Marke, Mitarbeiter-Mails oder interne Dokumente dort kursieren.