Disaster Recovery beschreibt alle Pläne und technischen Vorkehrungen, mit denen ein Unternehmen den Betrieb nach einem schwerwiegenden Vorfall wiederherstellen kann. Auslöser können Hardware-Ausfälle, Naturereignisse, Stromausfälle, Cyberangriffe oder grobe Bedienfehler sein. Im Kern geht es darum, wie schnell und mit welcher Datenqualität wieder gearbeitet werden kann.
Zwei Kennzahlen strukturieren jeden DR-Plan. Recovery Time Objective (RTO) gibt an, wie schnell ein Dienst wieder verfügbar sein muss. Recovery Point Objective (RPO) beschreibt, wie viel Datenverlust tolerierbar ist. Beide Werte richten sich an Geschäftsanforderungen. Eine kritische Buchhaltung kann eine RTO von Stunden brauchen, ein internes Wiki eher Tage.
Praktisch umfasst Disaster Recovery Backup-Strategie, redundante Standorte, Failover-Mechanismen und dokumentierte Wiederanlauf-Prozeduren. Cloud-Plattformen erleichtern viele Aspekte, weil sie regionale Redundanz mitliefern. Entscheidend bleibt das regelmäßige Testen, idealerweise als Tabletop-Übungen und tatsächliche DR-Drills. Ein Plan, den niemand je durchgespielt hat, bricht im Ernstfall regelmäßig zusammen.