Bei einem Man-in-the-Middle-Angriff schaltet sich ein Angreifer unbemerkt zwischen zwei Kommunikationspartner und kann den Datenverkehr mitlesen oder verändern, während beide Seiten glauben, direkt miteinander zu sprechen. Klassische Gelegenheiten bieten offene WLAN-Netze, gefälschte Hotspots mit vertrauenswürdig klingendem Namen, manipulierte Router und umgeleitete Namensauflösungen.
Wirksamster Schutz ist die durchgehende Verschlüsselung des Transportwegs, denn bei korrekt geprüftem HTTPS-Zertifikat kann ein Zwischengeschalteter den Inhalt weder lesen noch unbemerkt verändern; Warnmeldungen des Browsers zu Zertifikaten sind deshalb ernst zu nehmen und nicht wegzuklicken.
Im Unternehmensumfeld ist die häufigste heutige Ausprägung der Angriff auf E-Mail-Verkehr: Angreifer lesen in einem übernommenen Postfach mit, warten auf eine laufende Rechnungskorrespondenz und schieben im richtigen Moment geänderte Kontodaten ein. Dagegen hilft keine Technik allein, sondern eine feste Regel, dass geänderte Bankverbindungen telefonisch über eine bekannte Nummer bestätigt werden. Für mobiles Arbeiten in fremden Netzen bleibt ein VPN das naheliegende Mittel.