Ein Managed Service Provider ist ein Dienstleister, der IT-Leistungen dauerhaft und eigenverantwortlich für einen Kunden erbringt, gegen eine wiederkehrende Pauschale statt gegen Aufwand. Der Unterschied zum klassischen IT-Betreuer liegt im Geschäftsmodell und in der daraus folgenden Anreizlage: Wer nach Stunden abrechnet, verdient an Störungen, wer pauschal abrechnet, verdient daran, dass es keine gibt. Übernommen werden typischerweise Betrieb und Überwachung von Servern und Netzwerk, Arbeitsplatzverwaltung, Sicherungen, Virenschutz, Aktualisierungen und der Anwendersupport.
Geregelt wird das über einen Dienstleistungsvertrag mit Leistungsbeschreibung und Service Level Agreement, in dem Erreichbarkeit, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten sowie Eskalationswege festgehalten sind. Vor Abschluss lohnt der Blick auf drei Punkte: was ausdrücklich nicht enthalten ist, wem Lizenzen und Zugänge gehören und wie die Übergabe bei Vertragsende abläuft, insbesondere die Herausgabe von Dokumentation und Administratorkennwörtern.
Sicherheitsseitig ist zu bedenken, dass ein MSP weitreichende Zugriffsrechte auf alle betreuten Kunden hat und deshalb selbst ein attraktives Angriffsziel darstellt; Fragen nach dessen eigener Absicherung sind daher legitim und sinnvoll. Rechtlich ist der Dienstleister bei personenbezogenen Daten Auftragsverarbeiter (Art. 28 DSGVO), während die Verantwortung gegenüber Betroffenen und Behörde beim Unternehmen bleibt.