Ein Non-fungible Token, kurz NFT, ist ein einzigartiges digitales Zertifikat auf einer Blockchain. Anders als eine Kryptowährung wie Bitcoin, deren Einheiten austauschbar sind, repräsentiert jeder NFT ein konkretes, nicht ersetzbares Asset. Das kann ein digitales Kunstwerk sein, ein Sammelstück, ein Musikrechte-Anteil, ein Domain-Name, ein In-Game-Item oder ein Echtheitszertifikat.
Technisch werden die meisten NFTs auf Ethereum mit dem Standard ERC-721 oder ERC-1155 erzeugt, zunehmend auch auf Layer-2-Lösungen wie Polygon oder Solana. Der NFT selbst enthält meist nur einen Verweis auf das eigentliche Asset (z. B. ein Bild auf IPFS oder Arweave) und Metadaten. Das Eigentum lässt sich öffentlich verifizieren, ist über die Blockchain übertragbar und manipulationssicher protokolliert.
Nach dem starken Hype 2021 hat sich die Praxis konsolidiert. Spekulative Sammelstücke haben an Bedeutung verloren, dafür gewinnen sinnvolle Anwendungen Raum, etwa digitale Tickets, Musik- und Lizenzrechte, Mitgliedschaften, tokenisierte Sachwerte oder verifizierte Zugangs-Credentials. Wer NFTs für ein Projekt einsetzen will, sollte rechtliche, steuerliche und technische Aspekte sauber prüfen, vor allem mit Blick auf die EU-Verordnung MiCA.