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Software

Refactoring

Auch bekannt als: Umstrukturierung

Gezielte Umstrukturierung von bestehendem Quelltext, ohne sein nach außen sichtbares Verhalten zu ändern.

Refactoring ist die gezielte Umstrukturierung von bestehendem Quelltext mit dem Ziel, ihn verständlicher, wartbarer und erweiterbarer zu machen, ohne sein nach außen sichtbares Verhalten zu ändern. Genau diese Bedingung trennt es von Umbau und Neuentwicklung: Nach dem Refactoring tut die Software dasselbe wie vorher, nur ist der Weg dorthin sauberer.

Typische Eingriffe sind das Aufteilen überlanger Funktionen, das Zusammenführen mehrfach vorhandener Codestellen, klarere Benennungen und das Entkoppeln eng verzahnter Bestandteile. Voraussetzung sind automatisierte Tests, weil sie belegen, dass sich das Verhalten nicht verändert hat; ohne sie wird jede Umstrukturierung zum Blindflug. Sinnvoll ist Refactoring in kleinen Schritten, üblicherweise als Teil laufender Arbeiten, statt als eigenes Großprojekt ohne sichtbares Ergebnis.

Für Auftraggeber ist das die schwierigste Position im Angebot, weil sie Aufwand kostet und keine neue Funktion liefert; ihr Nutzen zeigt sich erst darin, dass die nächsten Änderungen schneller und mit weniger Fehlern umsetzbar sind. Ein brauchbarer Umgang damit ist, einen festen Anteil des Entwicklungsbudgets dafür einzuplanen, statt den Bedarf so lange aufzuschieben, bis nur noch die Neuentwicklung bleibt.

Aus der Praxis

Begriffe sind das eine. Umsetzung das andere.

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