CI/CD steht für Continuous Integration und Continuous Delivery beziehungsweise Continuous Deployment und bezeichnet eine automatisierte Kette, die Codeänderungen prüft, baut und ausliefert. Continuous Integration meint den ersten Teil: Jede Änderung wird zeitnah in den gemeinsamen Codebestand eingefügt, wobei automatisch Tests laufen und die Anwendung gebaut wird, sodass Fehler innerhalb von Minuten auffallen statt Wochen später.
Der zweite Teil unterscheidet zwei Ausbaustufen: Bei Continuous Delivery ist jede geprüfte Version jederzeit auslieferbar, die Freigabe erfolgt aber per Knopfdruck durch einen Menschen; bei Continuous Deployment geht jede bestandene Änderung automatisch in den produktiven Betrieb. Umgesetzt wird das über sogenannte Pipelines, definiert in einer Konfigurationsdatei im Projekt und ausgeführt von Diensten wie GitHub Actions oder GitLab CI.
Sinnvoll ist die Kette nur mit belastbaren automatisierten Tests, denn eine Pipeline liefert zuverlässig auch Fehler schnell aus, wenn niemand sie prüft. Sicherheitsprüfungen lassen sich einhängen, etwa der automatische Abgleich eingebundener Bibliotheken gegen bekannte Schwachstellen. Für Auftraggeber ist der praktische Nutzen, dass Korrekturen an einer Website in Minuten statt Tagen wirksam werden und jede ausgelieferte Version nachvollziehbar auf einen bestimmten Stand des Quelltexts zurückführt.