Drei Sofort-Checks in fünf Minuten
- 01Die site:-Abfrage: Gib bei Google site:deinedomain.at ein. Erscheinen deine Seiten, ist die Website im Index – das Problem liegt dann bei Relevanz oder Wettbewerb. Erscheint nichts oder nur die Startseite, liegt ein Indexierungsproblem vor.
- 02Die Search Console: Prüfe in der Google Search Console (kostenlos) unter „Seiten“, welche URLs indexiert sind und welche mit welchem Grund ausgeschlossen wurden – die Begründungen dort sind der direkteste Weg zur Ursache. Einzelne URLs klärt die URL-Prüfung an der Suchleiste oben.
- 03Der Blockade-Check: Öffne deinedomain.at/robots.txt im Browser – steht dort „Disallow: /“ für alle Bots, ist die Website komplett gesperrt. Prüfe zusätzlich im Quelltext wichtiger Seiten, ob ein „noindex“ in den Meta-Angaben steht – der häufigste Übeltäter nach Relaunches.
Die Indexierungs-Kette: wo es haken kann
Sichtbarkeit entsteht in einer festen Reihenfolge: Google muss eine Seite erst abrufen können (Crawling), dann in sein Verzeichnis aufnehmen (Indexierung) – und erst dann kann sie bei Suchanfragen gereiht werden (Ranking). Jede Stufe hat eigene Fehlerbilder: Crawling scheitert an Blockaden und Servern, Indexierung an noindex, dünnen Inhalten und Duplikaten, das Ranking an Relevanz und Wettbewerb. Die Grundlagen der drei Stufen erklärt der Überblicks-Ratgeber SEO für KMU.
Die häufigsten Ursachen – und ihre Abhilfe
Gefunden, aber nicht vorn: das andere Problem
Der häufigste Fall in der Praxis ist gar kein technischer: Die Website ist vollständig im Index – sie erscheint nur bei nichts außer dem eigenen Firmennamen. Das ist kein Fehler, sondern ein Befund: Es fehlen Seiten, die die tatsächlichen Suchanfragen der Kundschaft beantworten. Eine Leistungsübersicht in Firmensprache („Ihr Partner für innovative Lösungen“) beantwortet keine einzige Suchanfrage; eine Seite zu „Heizungstausch Kosten Förderung NÖ“ schon.
Die Abhilfe ist Inhaltsarbeit entlang der Suchintention – was gute SEO-Texte ausmacht, hat einen eigenen Ratgeber. Und Geduld gehört dazu: Positionen bauen sich über Monate auf, besonders bei neuen Websites ohne Historie.
Der Klassiker: nach dem Relaunch verschwunden
Wenn eine zuvor sichtbare Website plötzlich verschwindet, war es in den allermeisten Fällen ein Relaunch ohne SEO-Begleitung: geänderte URLs ohne Weiterleitungen, ein mitkopiertes noindex aus der Testumgebung oder eine gesperrte robots.txt. Die gute Nachricht: Schnell erkannt, ist das meist reparabel. Wie ein Relaunch ohne Ranking-Verlust abläuft – und wie die Reparatur danach –, zeigt die Relaunch-Checkliste.
Wann ein Audit sinnvoll ist
Die Sofort-Checks grenzen die Ursache ein – sie ersetzen aber keine systematische Prüfung, wenn das Problem tiefer sitzt. Ein Audit lohnt sich, wenn die Checks unauffällig sind und die Sichtbarkeit trotzdem fehlt, wenn nach einem Relaunch mehr als einzelne Seiten betroffen sind, oder wenn die Website seit Monaten stagniert, obwohl Inhalte entstehen. Das Ergebnis ist keine Datensammlung, sondern eine priorisierte Maßnahmenliste: was blockiert, was fehlt, was zuerst – mit realistischer Einschätzung, welche Sichtbarkeit im Wettbewerbsumfeld erreichbar ist.
Die Diagnose-Checkliste
- 01site:-Abfrage: Steht die Website im Index – vollständig, teilweise, gar nicht?
- 02Search Console verbinden und die Ausschluss-Gründe unter „Seiten“ lesen.
- 03robots.txt und noindex prüfen – besonders nach Relaunches und CMS-Wechseln.
- 04Sitemap einreichen und interne Verlinkung der wichtigsten Seiten kontrollieren.
- 05Bei „nur Firmenname“-Sichtbarkeit: Inhalte gegen echte Suchanfragen halten – welche Kundenfrage beantwortet welche Seite?
- 06Keine Bewegung trotz allem: Audit beauftragen, bevor weitere Monate ins Land gehen.
Häufige Fragen zur fehlenden Sichtbarkeit
Stand: Juli 2026.