Eine Allowlist, herkömmlich auch Whitelist genannt, führt ausdrücklich zugelassene Absender, Adressen, Programme oder Geräte auf; alles nicht Aufgeführte wird blockiert. Sie kehrt damit die Logik der Blocklist um und ist deutlich sicherer, weil sie auch unbekannte Bedrohungen erfasst, statt bekannten hinterherzulaufen.
Der Preis ist Pflegeaufwand und Reibung im Alltag, denn jede neue, legitime Anwendung oder Adresse muss erst freigegeben werden. Klassischer Einsatz ist die Anwendungssteuerung, bei der nur freigegebene Programme starten dürfen, was Schadsoftware und Ransomware wirksam ausbremst, sowie die Beschränkung von Verwaltungszugängen auf bekannte IP-Adressen.
Im E-Mail-Bereich ist die Verwendung mit Vorsicht zu genießen, weil eine freigegebene Absenderadresse Filterprüfungen umgeht und gerade solche Adressen gerne gefälscht werden. Sinnvoll ist der Ansatz dort, wo der Kreis des Erlaubten überschaubar und stabil ist, etwa auf Kassensystemen, Produktionsrechnern und Servern mit klar umrissener Aufgabe.