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Cloud Computing

Auch bekannt als: Cloud · IaaS · PaaS

Nutzung von IT-Ressourcen über das Netz, betrieben in den Rechenzentren eines Anbieters statt auf eigener Hardware.

Cloud Computing bezeichnet die Nutzung von IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher, Datenbanken oder Anwendungen über das Netz, betrieben in den Rechenzentren eines Anbieters statt auf eigener Hardware. Abgerechnet wird nach Verbrauch oder Nutzerzahl, und Kapazitäten lassen sich innerhalb von Minuten hoch- und wieder herunterfahren, was Lastspitzen abfedert, ohne dass ein Server für den Ausnahmefall dauerhaft bereitsteht.

Unterschieden werden drei Ebenen nach dem Umfang der abgegebenen Verantwortung: Infrastructure as a Service liefert virtuelle Server und Speicher, Platform as a Service zusätzlich die Laufzeitumgebung für eigene Anwendungen, Software as a Service die fertige Anwendung. Nach dem Betriebsmodell trennt man Public Cloud, Private Cloud und Hybridformen, bei denen sensible Systeme im Haus bleiben und der Rest ausgelagert wird. Der Wechsel verlagert Kosten von der Investition zur laufenden Ausgabe und Aufgaben vom eigenen Personal zum Anbieter, schafft aber neue Abhängigkeiten: Ausfälle, Preisänderungen und der spätere Umzug zu einem anderen Anbieter liegen außerhalb der eigenen Kontrolle.

Datenschutzrechtlich ist der Anbieter regelmäßig Auftragsverarbeiter, was einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO erfordert; die Verantwortung für Rechtmäßigkeit und Sicherheit bleibt beim Unternehmen. Liegt das Rechenzentrum außerhalb der EU oder unterliegt der Anbieter dem Zugriff eines Drittstaats, kommen die Anforderungen an Drittlandübermittlungen nach Kapitel V DSGVO hinzu. Bei der Auswahl lohnt der Blick auf den Ausstieg: Klare Regeln zur Herausgabe der eigenen Daten in einem gängigen Format gehören in den Vertrag, bevor er unterschrieben wird.

Aus der Praxis

Begriffe sind das eine. Umsetzung das andere.

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