Ein Client ist ein Programm oder Gerät, das eine Leistung bei einem Server anfordert und dessen Antwort verarbeitet. Der Begriff beschreibt damit eine Rolle und keine Gerätegattung: Der Browser ist ein Client gegenüber dem Webserver, das E-Mail-Programm gegenüber dem Mailserver, und derselbe Rechner kann in anderer Beziehung selbst als Server auftreten. Dieses Zusammenspiel heißt Client-Server-Modell und bildet die Grundlage nahezu jeder vernetzten Anwendung, im Gegensatz zu Peer-to-Peer-Netzen, in denen alle Teilnehmer gleichrangig sind.
Unterschieden wird zusätzlich nach dem Anteil der Verarbeitung: Ein Thick Client rechnet und speichert weitgehend selbst, ein Thin Client übernimmt im Wesentlichen nur Anzeige und Eingabe, während die Arbeit auf dem Server geschieht. Im IT-Betrieb hat sich daneben der umgangssprachliche Gebrauch eingebürgert, bei dem Client schlicht den Arbeitsplatzrechner meint, etwa in Zusammensetzungen wie Client-Verwaltung.
Für die Absicherung ist die Rolle bedeutsam, weil Angriffe zunehmend nicht am Server, sondern am Client ansetzen, dessen Nutzer eine Datei öffnet oder Zugangsdaten preisgibt.