Ein Endgerät ist ein Gerät am Rand eines Netzwerks, mit dem Menschen unmittelbar arbeiten oder das dort Daten erzeugt: Notebook, Desktop-PC, Smartphone, Tablet, Drucker, Kassensystem, Sensor. Es steht damit den Netzwerkgeräten gegenüber, die keine Inhalte erzeugen, sondern Daten weiterleiten. In der IT-Sicherheit ist der englische Ausdruck Endpoint gebräuchlich und gibt ganzen Produktgattungen ihren Namen, von Endpoint Protection bis Endpoint Detection and Response.
Der Grund für diese Zuwendung ist einfach: Am Endgerät sitzt der Mensch, dort werden Anhänge geöffnet und Zugangsdaten eingegeben, und dort landet Schadsoftware zuerst. Zur Absicherung gehören daher Festplattenverschlüsselung, automatische Bildschirmsperre, eingeschränkte Benutzerrechte, zeitnahe Aktualisierungen und eine zentrale Verwaltung, die all das durchsetzt statt darauf zu hoffen.
Datenschutzrechtlich hat der Begriff zusätzlich eine eigene Bedeutung, denn die Einwilligungspflicht für das Speichern und Auslesen von Informationen knüpft ausdrücklich am Endgerät des Nutzers an (§ 165 Abs 3 TKG 2021), unabhängig davon, ob es sich technisch um ein Cookie handelt.