Ein Content-Management-System (CMS) ist eine Software, mit der sich Inhalte einer Website ohne Programmierkenntnisse anlegen, ändern und veröffentlichen lassen. Es trennt dafür drei Ebenen: die Inhalte in einer Datenbank, die Gestaltung in Vorlagen und die Funktionen im Programmcode, sodass ein Text geändert werden kann, ohne das Layout anzurühren.
Verbreitete Systeme sind WordPress, TYPO3, Drupal und Joomla im klassischen Bereich sowie Baukästen wie Wix oder Webflow, die Redaktion und Hosting bündeln. Eine eigene Gattung bilden Headless-Systeme, die nur die Inhalte verwalten und sie über eine API ausliefern, während die Darstellung eine separate Anwendung übernimmt.
Erweitert werden klassische Systeme über Plugins und Themes, was ihre Stärke ausmacht und zugleich ihr Hauptrisiko ist: Ein Großteil erfolgreicher Angriffe auf Websites läuft über veraltete Erweiterungen. Zum Betrieb gehören deshalb regelmäßige Updates, ein geprüftes Backup und ein Rechtekonzept, das Redakteuren nicht mehr Zugriff gibt als nötig. Bei der Auswahl ist weniger die Funktionsliste entscheidend als die Frage, wer das System pflegt und wie leicht Inhalte im Fall eines Wechsels exportierbar sind.