Ein Grid (Gestaltungsraster) ist ein meist unsichtbares System aus Spalten, Zeilen und Abständen, an dem Elemente eines Layouts ausgerichtet werden. Es schafft Ordnung über mehrere Seiten hinweg, weil wiederkehrende Elemente immer an derselben Stelle beginnen, und beschleunigt die Arbeit, da nicht jede Platzierung neu entschieden werden muss.
Aufgebaut ist ein Raster aus Spalten, den Zwischenräumen dazwischen und den Außenrändern; im Webdesign hat sich das Zwölf-Spalten-Raster durchgesetzt, weil sich zwölf ohne Rest halbieren, dritteln und vierteln lässt. Technisch setzen Websites das heute mit CSS Grid und Flexbox um, die Raster direkt im Stylesheet definieren, statt sie mit Hilfselementen nachzubauen. Für responsive Seiten wird das Raster an definierten Umbruchpunkten neu belegt: Was am Desktop drei Spalten füllt, steht am Smartphone untereinander.
Ein Raster ist dabei Orientierung und kein Zwang, denn ein gezielter Bruch, etwa ein über die volle Breite laufendes Bild, wirkt gerade deshalb, weil der Rest der Seite der Ordnung folgt. Wo dagegen jedes Element seiner eigenen Logik folgt, entsteht der typische Eindruck von Unruhe, ohne dass sich einzeln benennen ließe, woran es liegt.