n8n ist eine Plattform zur Workflow-Automatisierung, mit der sich Anwendungen, Datenquellen und Dienste über eine visuelle Oberfläche zu automatisierten Abläufen verbinden lassen. Workflows entstehen dabei durch das Verketten von Knoten, sogenannten Nodes, von denen jeder eine Aktion ausführt: einen API-Aufruf, eine Datenumformung, einen Webhook. Gegründet wurde das Unternehmen 2019 in Berlin von Jan Oberhauser; verfügbar sind über 400 vorbereitete Integrationen.
Von reinen Cloud-Diensten wie Zapier oder Make unterscheidet es sich in zwei Punkten: Es erlaubt feinere Kontrolle bis hin zu eigenem JavaScript- oder Python-Code, wofür der Einstieg steiler ausfällt, und es lässt sich selbst betreiben. Die Lizenz ist dabei genau zu betrachten, denn n8n steht unter der Sustainable Use License, einem Fair-Code-Modell: Der Quelltext ist einsehbar, der Eigenbetrieb samt Anpassung und interner kommerzieller Nutzung ist frei, untersagt ist die Weitervermarktung als konkurrierender gehosteter Dienst. Als Open Source im Sinne der Open Source Initiative gilt das nicht.
Betrieben wird die Anwendung als Docker-Container, über npm oder in der kostenpflichtigen Cloud-Variante des Anbieters. Für Unternehmen ist der Eigenbetrieb datenschutzrechtlich der wesentliche Punkt, weil verarbeitete Personen- und Kundendaten die eigene Infrastruktur nicht verlassen und damit keine zusätzliche Auftragsverarbeitung entsteht. Dem steht der Betriebsaufwand gegenüber: Updates, Sicherungen, Überwachung und Absicherung liegen dann in eigener Verantwortung. Über eigene Knoten lassen sich Sprachmodelle und Vektordatenbanken einbinden, weshalb die Plattform häufig als Steuerungsebene für KI-gestützte Abläufe dient.