SAML (Security Assertion Markup Language) ist ein XML-basierter Standard, mit dem Systeme Aussagen über die Identität und die Berechtigungen eines Nutzers austauschen. Er trennt zwei Rollen: Der Identity Provider prüft die Anmeldung, der Service Provider ist die Anwendung, die den Zugriff gewährt. Die aktuelle Fassung SAML 2.0 wurde 2005 von der Standardisierungsorganisation OASIS verabschiedet.
Im Ablauf leitet die Anwendung eine unangemeldete Person an den Identity Provider weiter. Nach erfolgreicher Anmeldung schickt dieser eine digital signierte Assertion zurück, die Kennung, Gültigkeitszeitraum und weitere Attribute wie Abteilung oder Gruppenzugehörigkeit enthält; die Anwendung prüft die Signatur und richtet eine Sitzung ein.
Verbreitet ist SAML vor allem im Unternehmensumfeld, wo es Verzeichnisdienste mit Geschäftsanwendungen verbindet. Für neue Projekte, besonders für mobile Apps und Schnittstellen, wird häufiger OpenID Connect gewählt, weil es auf JSON und gängigen HTTP-Mustern aufsetzt und einfacher umzusetzen ist.