Single Sign-on bezeichnet ein Verfahren, bei dem sich eine Person einmal anmeldet und danach ohne erneute Eingabe von Zugangsdaten auf mehrere Anwendungen zugreift. Die Prüfung der Identität übernimmt ein zentraler Dienst, der Identity Provider; die einzelnen Anwendungen vertrauen dessen Bestätigung und verwalten keine eigenen Passwörter. Technisch umgesetzt wird das meist über SAML oder über OpenID Connect auf Basis von OAuth.
Der Nutzen liegt auf beiden Seiten. Beschäftigte müssen sich weniger Passwörter merken, und die Organisation kann Zugänge zentral vergeben und beim Austritt an einer Stelle entziehen, statt jede Anwendung einzeln zu pflegen. Vorgaben wie ein zweiter Faktor oder Passwortregeln greifen dadurch überall gleich.
Die Kehrseite ist die Konzentration: Fällt der zentrale Dienst aus, ist der Zugriff auf alle angebundenen Anwendungen betroffen, und ein übernommenes Konto öffnet entsprechend viele Türen. Ein zweiter Faktor und eine ausfallsichere Auslegung des Identity Providers sind deshalb üblich.