Silicon Photonics bezeichnet die Übertragung von Daten mit Lichtsignalen über optische Bauelemente, die mit denselben Verfahren wie Computerchips aus Silizium gefertigt werden. Der Anlass ist ein Engpass in KI-Rechenzentren: Nicht die Rechenleistung einzelner Beschleuniger begrenzt große Trainingsläufe, sondern die Geschwindigkeit, mit der tausende davon untereinander Daten austauschen.
Elektrische Verbindungen stoßen dabei an Grenzen aus Dämpfung, Störanfälligkeit und Energieverbrauch, die mit der Länge zunehmen, während optische Übertragung höhere Datenraten über größere Entfernungen bei geringerem Energieaufwand ermöglicht. Optische Verbindungen zwischen Racks sind längst Standard; die Entwicklung zielt darauf, sie näher an den Chip heranzuführen und schließlich direkt in das Chipgehäuse zu integrieren.
Für Anwenderunternehmen ist das keine Entscheidungsgröße, wohl aber eine Erklärung dafür, warum sich der Ausbau von KI-Kapazität nicht allein über die Zahl der Beschleuniger beschreiben lässt. Vom Quantencomputing ist die Technik zu trennen, auch wenn beide mit Licht arbeiten können.