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SDK (Software Development Kit)

Auch bekannt als: Software Development Kit · Entwicklungspaket

Paket aus Werkzeugen, Bibliotheken, Beispielen und Dokumentation zum Bauen von Anwendungen für eine Plattform.

Ein Software Development Kit (SDK) ist ein Paket aus Werkzeugen, Bibliotheken, Codebeispielen und Dokumentation, mit dem Entwickler Anwendungen für eine bestimmte Plattform oder einen bestimmten Dienst bauen. Es geht damit über eine einzelne Library hinaus, denn es enthält typischerweise auch Compiler oder Buildwerkzeuge, einen Simulator zum Testen und die Anbindung an die zugehörige API. Bekannte Beispiele sind die Entwicklungspakete für iOS und Android sowie die SDKs von Zahlungsdienstleistern, Kartenanbietern und Analysediensten.

Der Nutzen liegt in der Abkürzung: Statt eine Schnittstelle selbst nachzubauen, ruft man vorgefertigte Funktionen auf, die Authentifizierung, Fehlerbehandlung und Datenformate bereits abdecken. Der Preis ist Abhängigkeit, denn ein eingebundenes SDK bindet die eigene Anwendung an die Entwicklung, die Lizenzbedingungen und den Fortbestand des Anbieters.

Datenschutzrechtlich sind SDKs in Apps ein unterschätzter Punkt: Viele übertragen Nutzungs-, Geräte- und Standortdaten an ihren Anbieter, häufig schon beim Start der App und ohne dass die Betreiber den Umfang kennen. Wer eine App beauftragt, sollte sich deshalb auflisten lassen, welche SDKs eingebunden sind und welche Daten sie senden, denn dafür braucht es eine Rechtsgrundlage, einen Eintrag im Verarbeitungsverzeichnis und in aller Regel eine Einwilligung vor dem ersten Zugriff (Art. 6 DSGVO, § 165 Abs 3 TKG 2021).

Aus der Praxis

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