SSE bezeichnet die Bündelung von Sicherheitsfunktionen in einem cloudbasierten Dienst, der Zugriffe von Nutzern auf Internet, Cloud-Anwendungen und interne Systeme prüft. Es ist der Sicherheitsteil des weiter gefassten SASE-Modells, jedoch ohne dessen Netzwerkkomponenten, weshalb es sich einführen lässt, ohne zugleich die Standortvernetzung umzustellen.
Zusammengefasst werden üblicherweise drei Bausteine: ein sicheres Web-Gateway für den allgemeinen Internetverkehr, eine Zugriffskontrolle für Cloud-Dienste, die auch nicht genehmigte Anwendungen sichtbar macht, und Zero Trust Network Access für den Zugriff auf interne Anwendungen. Der praktische Vorteil liegt darin, dass dieselben Regeln unabhängig davon greifen, ob jemand im Büro, im Homeoffice oder unterwegs arbeitet.
Häufiger Einstiegspunkt ist die Ablöse des klassischen VPN, weil dieses den Zugriff auf ganze Netzsegmente öffnet, während SSE je Anwendung freigibt. Wie bei jedem Dienst, durch den der gesamte Verkehr läuft, sind Verarbeitungsort, Protokollierung und Vertragsgestaltung vorab zu klären.