YAML ist ein textbasiertes Datenformat, das strukturierte Informationen für Menschen lesbar abbildet und vor allem in Konfigurationsdateien zum Einsatz kommt. Der Name ist ein rekursives Akronym für „YAML Ain't Markup Language"; technisch handelt es sich um eine Sprache zur Datenserialisierung, die Datenstrukturen also als Text speichert und austauschbar macht. Die Hierarchie entsteht allein durch Einrückungen mit Leerzeichen sowie durch Schlüssel-Wert-Paare und Listen, ohne Klammern und ohne Tags.
In der Praxis steckt YAML in Dateien mit den Endungen .yml oder .yaml, die Web-Infrastruktur beschreiben: Docker Compose, Kubernetes oder CI/CD-Pipelines wie GitHub Actions und GitLab CI. Gegenüber JSON und XML erfüllt das Format denselben Zweck mit schlankerer Syntax; seit Version 1.2 ist YAML zudem weitgehend eine Obermenge von JSON, gültiges JSON lässt sich also meist direkt als YAML einlesen.
Die Lesbarkeit hat einen Preis: Weil Einrückungen die Struktur tragen, kann ein einziges falsch gesetztes Leerzeichen die Bedeutung ändern oder die Datei unbrauchbar machen, und Tabulatoren sind zum Einrücken nicht erlaubt. Für Unternehmen wird das Format relevant, sobald Hosting, Deployment oder Automatisierung im Spiel sind: Die zentralen Einstellungen eines Webprojekts liegen dann häufig genau in solchen Dateien.