YMYL steht für „Your Money or Your Life" und bezeichnet in Googles Qualitätsrichtlinien Webseiten, deren Inhalte die Finanzen, die Gesundheit, die Sicherheit oder das Wohlergehen von Menschen spürbar beeinflussen können. Der Begriff stammt aus den Search Quality Rater Guidelines, dem Handbuch jener menschlichen Prüfer, mit deren Bewertungen Google seine Algorithmen kalibriert. Typische YMYL-Themen sind Geldanlage, Kredite und Versicherungen, medizinische Informationen, Rechtsfragen sowie Nachrichten zu gesellschaftlich relevanten Ereignissen.
Für solche Seiten liegt die Messlatte höher: Sie werden besonders streng nach dem E-E-A-T-Prinzip beurteilt, also nach Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit von Inhalt, Autor und Website. In der Praxis heißt das: Ohne erkennbare Qualifikation der Autoren, belastbare Quellen und transparente Anbieterangaben haben Gesundheits- oder Finanzinhalte deutlich schlechtere Chancen auf vordere Positionen, und Core Updates treffen schwache YMYL-Seiten regelmäßig besonders hart.
Betroffen sind damit genau jene Branchen, in denen Sichtbarkeit unmittelbar Mandate, Patienten oder Kunden bringt: Steuerberatung, Recht, Medizin, Versicherung, Finanzdienstleistung.