Caching ist die Zwischenspeicherung bereits erzeugter oder geladener Daten, damit sie beim nächsten Abruf nicht erneut berechnet oder übertragen werden müssen. Bei Websites greift das an mehreren Stellen: im Browser, der Bilder, Schriften und Skripte lokal behält, auf dem Server, der fertig aufgebaute Seiten statt jedes Mal neu erzeugter Datenbankabfragen ausliefert, und in einem Content Delivery Network, das Inhalte auf Servern nahe am Besucher vorhält.
Der Effekt ist erheblich, weil ein wiederholter Aufruf einen Bruchteil der Zeit braucht und der Server bei Lastspitzen entlastet wird. Gesteuert wird die Gültigkeit über Angaben im HTTP-Header, die festlegen, wie lange eine Datei als aktuell gilt. Daraus entsteht die typische Schwierigkeit: Nach einer Änderung sehen Besucher unter Umständen die alte Fassung, weshalb geänderte Dateien üblicherweise unter neuem Namen ausgeliefert und Caches gezielt geleert werden. Personalisierte oder sich häufig ändernde Inhalte wie Warenkörbe, Anmeldebereiche und Lagerstände gehören dabei ausgenommen.
Datenschutzrechtlich ist reines technisches Caching unkritisch, weil es zur Bereitstellung des angeforderten Dienstes gehört und keine Einwilligung erfordert, anders als Speicherungen zu Analyse- oder Werbezwecken.