Flüssigkeitskühlung bezeichnet die Abfuhr von Abwärme in Rechenzentren über ein flüssiges Medium statt über Luft. Nötig wird sie, weil KI-Beschleuniger deutlich mehr Wärme je Höheneinheit erzeugen als klassische Server und Luft ab einer bestimmten Leistungsdichte physikalisch zu wenig Wärme aufnehmen kann. Verbreitet sind zwei Bauarten: die Direktkühlung, bei der Wasser durch Kühlplatten unmittelbar auf den Chips geführt wird, und die Tauchkühlung, bei der ganze Server in einer nicht leitenden Flüssigkeit stehen.
Der Nutzen liegt nicht nur in der Kühlleistung, sondern auch im Wirkungsgrad, weil ein erheblicher Teil des Stromverbrauchs eines Rechenzentrums traditionell auf die Kühlung entfällt; gemessen wird das über die Kennzahl PUE, die den Gesamtverbrauch ins Verhältnis zum Verbrauch der eigentlichen IT setzt. Hinzu kommt die Möglichkeit, die entstehende Abwärme in Nah- und Fernwärmenetze einzuspeisen, statt sie an die Umgebung abzugeben.
Für Unternehmen ist der Zusammenhang mittelbar, aber zunehmend berichtspflichtig: Der Energieverbrauch von KI-Anwendungen fließt in die Nachhaltigkeitsberichterstattung ein, und die EU-Energieeffizienzrichtlinie verpflichtet größere Rechenzentren zur Meldung von Kennzahlen zu Verbrauch, Auslastung und Abwärmenutzung.