Leadgenerierung ist die planvolle Gewinnung von Kontakten potenzieller Kunden — ein Lead ist eine Person oder ein Unternehmen, das Interesse gezeigt und Kontaktdaten hinterlassen hat, etwa über ein Anfrageformular, eine Newsletter-Anmeldung oder den Download eines Leitfadens. Im B2B-Geschäft mit langen Entscheidungswegen ist der Lead die Währung zwischen Marketing und Vertrieb.
Der übliche Mechanismus ist ein Tausch: Die Website bietet etwas Nützliches — Checkliste, Erstgespräch, Rechner, Webinar — und erhält dafür Name und E-Mail-Adresse. Über die Qualität entscheidet die Passung, nicht die Menge: Hundert Downloads einer allgemeinen Vorlage wiegen weniger als zehn Anfragen mit konkretem Projekt, weshalb Leads üblicherweise nach Reifegrad sortiert und unterschiedlich nachgefasst werden.
Rechtlich gelten die bekannten Leitplanken: Die Verarbeitung der Daten braucht eine Grundlage nach der DSGVO samt Information der Betroffenen, und die werbliche Ansprache per E-Mail eine Einwilligung (§ 174 TKG 2021) — sauber dokumentiert über ein Double-Opt-in. Nur abzufragen, was für den Zweck nötig ist, erhöht nebenbei die Abschlussquote des Formulars.