MCP (Model Context Protocol) ist ein offener Standard, der KI-Anwendungen auf einheitliche Weise mit externen Datenquellen und Werkzeugen verbindet, etwa mit Dateiablagen, Datenbanken, CRM-Systemen oder E-Mail-Postfächern. Vorgestellt wurde das Protokoll Ende 2024 vom KI-Unternehmen Anthropic; inzwischen haben es die großen Anbieter der Branche übernommen, darunter OpenAI, Google und Microsoft.
Das Prinzip ähnelt einem genormten Anschluss, oft als USB-C der KI-Welt beschrieben: Statt für jede Kombination aus KI-Modell und Software eine eigene Schnittstelle zu bauen, genügt pro System eine MCP-Anbindung, die jede kompatible KI nutzen kann. Technisch stellt ein MCP-Server Daten und Funktionen bereit, die KI-Anwendung fragt sie als Client ab; so liest ein Assistent aktuelle Firmendaten oder löst Aktionen in angebundenen Programmen aus.
Damit ist MCP ein Grundbaustein agentischer KI, die ohne Zugriff auf Werkzeuge nicht arbeiten kann. Mit dem Komfort wachsen die Pflichten: Wer interne Systeme per MCP öffnet, braucht saubere Zugriffsrechte und sollte protokollieren, was die KI tatsächlich tut.