OData (Open Data Protocol) ist ein offenes Protokoll, das den Zugriff auf Datenbestände über HTTP standardisiert. Es legt fest, wie Datensätze adressiert, gefiltert, sortiert, seitenweise abgerufen und verändert werden und wie ein Dienst sein eigenes Datenmodell in einem maschinenlesbaren Schema beschreibt.
Ursprünglich bei Microsoft entstanden, wird OData seit Version 4 bei der Standardisierungsorganisation OASIS gepflegt. Der praktische Gewinn liegt in der Einheitlichkeit: Weil Abfrageparameter wie Filter oder Feldauswahl über alle Dienste hinweg gleich funktionieren, lassen sich Werkzeuge und Bibliotheken wiederverwenden, statt für jede Schnittstelle eigene Logik zu schreiben.
Verbreitet ist OData vor allem in Unternehmenssoftware: SAP stellt Funktionen darüber bereit, und Auswertungswerkzeuge oder Tabellenkalkulationen können solche Dienste direkt anzapfen. Weil ein OData-Dienst potenziell große Datenmengen offenlegt, gehören Authentifizierung, Berechtigungen je Entität und Grenzen für Abfragegrößen zur Grundausstattung.