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Public Cloud

Auch bekannt als: Öffentliche Cloud · Shared Responsibility

Cloud-Umgebung, deren Infrastruktur von einem Anbieter betrieben und von vielen Kunden geteilt wird.

Eine Public Cloud ist eine Cloud-Umgebung, deren Infrastruktur von einem Anbieter betrieben und von vielen Kunden gemeinsam genutzt wird, wobei jeder Kunde logisch von den anderen getrennt bleibt. Bekannte Anbieter sind Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud, daneben europäische wie OVHcloud, Hetzner und Exoscale. Ihr wirtschaftlicher Kern ist die geteilte Grundlast: Weil viele Kunden dieselbe Hardware nutzen, entstehen Größenvorteile, und Kapazität lässt sich in Minuten zu- und abschalten und verbrauchsgenau abrechnen.

Angeboten wird sie in den bekannten Stufen von reiner Infrastruktur über Plattformdienste bis zu fertigen Anwendungen. Zu klären ist stets das geteilte Verantwortungsmodell, denn der Anbieter sichert die Infrastruktur, während Konfiguration, Zugriffsrechte, Datensicherung und Anwendungssicherheit beim Kunden bleiben; die meisten Vorfälle in der Cloud gehen auf Fehlkonfiguration und nicht auf Angriffe gegen den Anbieter zurück.

Kostenseitig ist der Ausgangsverkehr die häufigste Überraschung, weil das Hineinschieben von Daten meist günstig, das Herausholen aber teuer ist und damit den Anbieterwechsel erschwert. Rechtlich sind bei US-Anbietern trotz EU-Rechenzentren die Anforderungen an Drittlandübermittlungen nach Kapitel V DSGVO zu prüfen, und ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist in jedem Fall erforderlich.

Aus der Praxis

Begriffe sind das eine. Umsetzung das andere.

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