RGB ist das Farbmodell für selbstleuchtende Anzeigen und mischt Farben aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau. Es arbeitet additiv: Ohne Licht bleibt der Bildschirm schwarz, alle drei Farben in voller Stärke ergeben Weiß, und dazwischen liegen die Mischungen. Notiert werden Werte je Kanal von 0 bis 255 oder als sechsstelliger Hexadezimalcode, der im Web die übliche Schreibweise ist.
Weil der darstellbare Farbraum größer ist als der des Drucks, lassen sich leuchtende Töne anzeigen, die sich mit CMYK nicht erreichen lassen; umgekehrt gibt es Druckfarben außerhalb des Bildschirmumfangs. Wichtig ist die Angabe des Farbraums, denn sRGB gilt als Standard für Web und allgemeine Anzeige, während größere Räume wie Adobe RGB oder Display P3 mehr Farben umfassen und ohne hinterlegtes Farbprofil zu falschen Darstellungen führen.
Für Marken bedeutet der Unterschied zwischen den Modellen, dass eine Hausfarbe in beiden Welten getrennt definiert werden muss, in RGB oder Hex für Digitales und in CMYK sowie gegebenenfalls Pantone für den Druck. Am Bildschirm kommt hinzu, dass Kalibrierung, Helligkeit und Umgebungslicht die Wahrnehmung verschieben, weshalb der Monitor kein verlässlicher Maßstab für Druckergebnisse ist.