Server Monitoring ist die auf Server ausgerichtete Ausprägung des Monitorings und erhebt fortlaufend deren Zustandswerte. Überwacht werden vor allem Prozessorlast, Arbeitsspeicher, freier Festplattenplatz, Netzwerkdurchsatz, Temperatur und Zustand der Datenträger sowie die Frage, ob die vorgesehenen Dienste tatsächlich laufen.
Der Nutzen liegt in zwei Richtungen: kurzfristig in der Alarmierung vor drohenden Ausfällen, langfristig in der Auswertung von Verläufen, aus der sich Kapazitätsbedarf und der richtige Zeitpunkt für eine Erweiterung ablesen lassen. Als Frühwarnzeichen taugen besonders die Selbstdiagnosewerte von Festplatten und ein schleichender Anstieg der Speicherbelegung, weil beide Entwicklungen einen Vorlauf von Wochen haben.
Technisch arbeitet man entweder mit einem installierten Agenten, der detaillierte Werte liefert, oder mit agentenloser Abfrage über Protokolle wie SNMP; verbreitete Werkzeuge sind Zabbix, Checkmk, Nagios und Prometheus mit Grafana. Zum Monitoring gehört zwingend die Überwachung des Sicherungslaufs, denn ein stillschweigend abgebrochenes Backup ist der klassische Fall, der erst im Ernstfall auffällt.