Spoofing bezeichnet das Vortäuschen einer fremden Identität in der digitalen Kommunikation, um Vertrauen zu erschleichen oder Schutzmaßnahmen zu umgehen. Verbreitet ist das E-Mail-Spoofing, bei dem der angezeigte Absender frei gefälscht wird, weil das zugrundeliegende Protokoll dafür ursprünglich keine Prüfung vorsah. Weitere Formen betreffen die Anruferkennung, IP-Adressen, WLAN-Netznamen, DNS-Antworten und Websites, die eine bekannte Seite nachbauen, häufig unter einer im Detail abweichenden Adresse.
Gegen gefälschte Absender der eigenen Domain wirken die drei zusammengehörenden Einträge im DNS: SPF legt fest, welche Server versenden dürfen, DKIM signiert ausgehende Nachrichten, DMARC bestimmt, wie Empfänger mit Nachrichten umgehen sollen, die beides nicht bestehen. Ohne diese Einträge kann jeder Nachrichten im Namen des Unternehmens versenden, was für Kunden und Geschäftspartner ein unmittelbares Risiko darstellt.
Für Empfänger bleibt der Grundsatz, dass der angezeigte Name nichts beweist und Zahlungs- oder Zugangsanfragen über einen zweiten, bekannten Kanal zu bestätigen sind.