Ein Switch verteilt Datenpakete innerhalb eines lokalen Netzwerks und leitet sie gezielt an den Anschluss weiter, an dem das Zielgerät hängt. Möglich wird das durch eine Tabelle der gelernten MAC-Adressen, also der eindeutigen Hardwarekennungen aller angeschlossenen Geräte; anders als ältere Hubs sendet ein Switch damit nicht an alle, was Netzlast und Mithörmöglichkeiten deutlich reduziert.
Unterschieden werden unmanaged Switches, die ohne Konfiguration arbeiten, und managed Switches, die sich verwalten lassen und Funktionen wie VLANs, Priorisierung von Sprachdaten, Portsicherheit und Überwachung bieten. Die VLAN-Funktion ist im Unternehmensumfeld die wichtigste, weil sie ein physisches Netz in mehrere logisch getrennte Bereiche teilt und so Gastnetz, Telefonie, Kameras und Produktionsanlagen vom Büronetz trennt, ohne getrennte Verkabelung zu erfordern. Über Power over Ethernet versorgen Switches zudem Telefone, Access Points und Kameras direkt über das Netzwerkkabel mit Strom.
Vom Router unterscheidet den Switch die Ebene: Er verteilt innerhalb eines Netzes, der Router vermittelt zwischen Netzen. Bei der Beschaffung lohnt die Frage nach der Verwaltbarkeit, weil sich Netzwerktrennung nachträglich sonst nur über Neuanschaffung umsetzen lässt.