Das Y2K-Problem, auch Jahr-2000-Fehler oder Millennium-Bug, war eine Schwachstelle älterer Computersysteme, die Jahreszahlen aus Platzgründen nur zweistellig speicherten und die „00" des Jahres 2000 nicht von 1900 unterscheiden konnten. Die Ursache lag in den Anfängen der IT: Speicherplatz war teuer, zwei gesparte Ziffern pro Datum galten als kluge Ökonomie, und kaum jemand rechnete damit, dass diese Programme Jahrzehnte später noch laufen würden.
Befürchtet wurden Fehlberechnungen bei Zinsen, Fristen und Sortierungen bis hin zu Ausfällen in Banken, Kraftwerken und im Flugverkehr. Weltweit flossen deshalb in den späten 1990ern Schätzungen zufolge mehrere hundert Milliarden US-Dollar in die Prüfung und Umstellung von Altsystemen. Der Jahreswechsel verlief dann weitgehend störungsfrei; ob die Gefahr übertrieben war oder die Vorsorge sie abwendete, ist bis heute umstritten.
Ein Nachfolger steht bereits im Kalender: Am 19. Jänner 2038 läuft der Sekundenzähler vieler 32-Bit-Unix-Systeme über, das sogenannte Jahr-2038-Problem, das vor allem eingebettete Systeme und Altsoftware betrifft.