Eine Zielgruppenliste ist eine von der Werbeplattform verwaltete Gruppe von Personen, die anhand gemeinsamer Merkmale zusammengestellt wurde. Drei Quellen sind üblich: das Verhalten auf der eigenen Website, etwa alle Besucher einer bestimmten Produktseite, hochgeladene Kundendaten wie E-Mail-Adressen aus dem eigenen System, und von der Plattform gebildete Interessengruppen.
Aus einer bestehenden Liste lassen sich weitere ableiten. Bei einer statistischen Zwillingsgruppe sucht die Plattform Personen, die den Mitgliedern der Ausgangsliste ähneln, um die Reichweite über den eigenen Bestand hinaus zu vergrößern. Die Ähnlichkeit berechnet dabei die Plattform, welche Merkmale sie heranzieht, legt sie nicht offen.
Datenschutzrechtlich ist der Upload eigener Kundendaten der heikelste Fall: Er ist eine Übermittlung personenbezogener Daten an einen Dritten und braucht dafür eine Rechtsgrundlage. Eine Einwilligung, die nur den Newsletter abdeckt, trägt die Weitergabe an eine Werbeplattform nicht. Wer diesen Weg nutzt, sollte den Zweck ausdrücklich in Einwilligung und Datenschutzerklärung abbilden.