Eine Domain ist der eindeutige, in Worten lesbare Name, unter dem eine Website im Internet erreichbar ist, etwa beispiel.at. Sie ersetzt die technische IP-Adresse des Servers, weil sich Namen leichter merken lassen als Zahlenfolgen; die Übersetzung zwischen beidem übernimmt das Domain Name System. Gelesen wird eine Domain von rechts nach links: Ganz rechts steht die Top-Level-Domain wie .at, .com oder .shop, links davon die frei wählbare Second-Level-Domain, davor können Subdomains stehen, etwa shop.beispiel.at.
Gekauft wird eine Domain nicht, sondern für einen Zeitraum registriert; für .at-Domains führt die nic.at das Register, die Registrierung selbst läuft über akkreditierte Anbieter. Vergeben wird nach Zeitpunkt der Anmeldung, was bekannte Streitfälle erzeugt, denn eine ältere Marke setzt sich gegen eine später registrierte, gleichlautende Domain durch: Markenrechte, Firmenwortlaut und Namensrechte gehen dem Registrierungszeitpunkt vor (§ 10 MSchG, § 43 ABGB, § 9 UWG).
Praktisch heißt das, vor der Registrierung die Markenregister zu prüfen, statt den Namen erst nach dem Websitestart zu verteidigen. Für Unternehmen zählen außerdem zwei Betriebsfragen: Die Verlängerung sollte automatisch laufen, weil eine abgelaufene Domain nach kurzer Frist frei wird, und der Inhabereintrag sollte auf das Unternehmen lauten und nicht auf die Agentur.