domonda ist eine Wiener Software für die digitale Belegverarbeitung und die Vorbereitung der Buchhaltung, gerichtet an kleine und mittlere Unternehmen sowie an Steuerberatungskanzleien in Österreich und Deutschland. Belege werden eingespielt, automatisch ausgelesen und mit einem Kontierungsvorschlag versehen; eine Bankanbindung importiert Transaktionen, die mit den Belegen verknüpft werden. Die Kontierungsvorschläge stammen aus einem Modell, das beim Einrichten auf dem bisherigen Buchungsjournal trainiert und im laufenden Betrieb weiter angepasst wird.
Der fertig vorbereitete Monat lässt sich anschließend an die Steuerberatung übergeben, die die Daten in ihrem eigenen System weiterverarbeitet; für den Export werden gängige Buchhaltungssysteme wie BMD, DATEV und dvo unterstützt. Ergänzend gibt es digitale Rechnungsfreigaben über Workflows und eine Übersicht offener Posten. Gegründet wurde das Unternehmen in Wien; erste Kanzleikunden nutzten die Lösung ab 2018.
Wichtig ist die Einordnung: Es handelt sich um ein Vorsystem, das die Belegerfassung und Vorkontierung übernimmt, nicht um eine Buchhaltungssoftware, die den Abschluss erstellt, und es ersetzt weder Steuerberatung noch die fachliche Verantwortung für die Buchungen. Rechtlich relevant sind zwei Punkte: Die siebenjährige Aufbewahrungspflicht für Bücher, Aufzeichnungen und Belege gilt auch elektronisch, sofern die vollständige und inhaltsgleiche Wiedergabe über die gesamte Frist gesichert ist (§ 132 BAO), und die Verarbeitung von Kunden- und Lieferantendaten in der Cloud verlangt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO).