Ein Modem verbindet ein lokales Netzwerk mit dem Anschlussnetz des Internetanbieters und übersetzt dabei zwischen dessen Übertragungsverfahren und den Datenpaketen des lokalen Netzes. Der Name ist die Kurzform von Modulator und Demodulator und beschreibt genau diese Umsetzung, ursprünglich zwischen digitalen Daten und analogen Telefonsignalen.
Heute richtet sich die Bauform nach dem Anschluss: DSL-Modem für die Telefonleitung, Kabelmodem für den Fernsehkabelanschluss, ONT für Glasfaser, Mobilfunkmodem für LTE und 5G. In Haushalten und kleinen Büros steckt das Modem meist im selben Gerät wie Router, Switch und Access Point, weshalb die Begriffe umgangssprachlich verschwimmen; funktional sind es vier verschiedene Aufgaben.
Für Unternehmen ist die Trennung praktisch bedeutsam, weil das Anbietergerät im Ernstfall nur die Leitung terminieren und die eigentliche Absicherung eine dahinter geschaltete Firewall übernehmen sollte. Ein zweiter Anschluss über einen anderen Anbieter oder über Mobilfunk ist die naheliegende Rückfalllösung, wenn Erreichbarkeit geschäftskritisch ist.