Der MRR (Monthly Recurring Revenue) ist der Umsatz aus laufenden Abonnements, der einem Unternehmen planbar Monat für Monat zufließt. Berechnet wird er, indem alle aktiven Abos auf einen Monatswert normiert und addiert werden: Ein Jahresvertrag über 1.200 Euro geht mit 100 Euro in den MRR ein, unabhängig davon, wann tatsächlich verrechnet wird. Einmalige Erlöse wie Einrichtungsgebühren, Schulungen oder Individualentwicklung zählen nicht dazu, weil sie sich nicht wiederholen.
Aufgeschlüsselt wird die Veränderung üblicherweise in vier Bewegungen: neue Kunden, Erweiterungen bestehender Verträge, Verkleinerungen und Kündigungen; erst diese Zerlegung zeigt, ob ein Wachstum aus Neugeschäft oder aus Bestandskunden stammt. Der Wert ist eine betriebswirtschaftliche Steuerungsgröße und keine Position der Rechnungslegung, denn nach UGB werden Erträge periodengerecht erfasst, weshalb MRR und ausgewiesener Umsatz auseinanderfallen.
Praktisch entscheidend ist eine einmal festgelegte, konsequent gleich angewandte Berechnung, weil Rabatte, Testphasen, verbrauchsabhängige Anteile und Fremdwährungen den Wert je nach Behandlung deutlich verschieben. Wer Zahlen an Investoren oder Banken weitergibt, dokumentiert die Definition am besten mit.